Was kostet ein Sales Funnel für Experten, Berater & Coaches? Ehrliche Marktspannen 2026

Die ehrliche Kostenrechnung: drei Wege zum Funnel, alle Spannen mit Quelle — und die Posten, die selten im Angebot stehen.

Was kostet ein Sales Funnel für Experten, Berater & Coaches? Ehrliche Marktspannen 2026

„Was kostet ein Sales Funnel?" ist die häufigste Frage vor der Investition — und die unehrlichste Antwort darauf ist eine einzelne Zahl. Seriös ist eine Spanne mit klaren Treibern: Eigenbau, Freelancer oder Agentur, jeweils mit einmaligen, laufenden und versteckten Kosten. Dieser Guide legt alle Marktspannen 2026 mit Quellen offen, rechnet die Posten mit, die selten im Angebot stehen, und zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Budget entlang Ihrer Rendite planen statt entlang von Preisschildern. Keine Floskeln. Keine Umwege.

Was kostet ein Sales Funnel? Die kurze Antwort

Ein professioneller Sales Funnel kostet 2026 im DACH-Raum zwischen rund 50 Euro monatlich (Eigenbau mit Funnel-Software) und 20.000 Euro einmalig (Spezialagentur). Die drei Preisklassen: Eigenbau ab 47–297 Euro pro Monat plus Ihre Arbeitszeit, Freelancer etwa 500–8.000 Euro je nach Umfang, Agenturen von 2.900 Euro für schlanke Funnels bis 15.000–20.000 Euro für komplette Systeme. Dazu kommen laufende Kosten von 30–150 Euro monatlich — und der am häufigsten übersehene Posten: Ihre eigene Zeit.

Diese Spannen sind bewusst breit, denn sie beschreiben unterschiedliche Produkte unter demselben Namen. Eine einzelne Landingpage mit Kontaktformular und ein mehrstufiges System mit Qualifizierung, Automatisierung und Terminbuchung heißen beide „Funnel" — so wie ein Carport und ein Haus beide „Bauprojekt" heißen. Wer Angebote vergleichen will, muss deshalb zuerst verstehen, was den Preis wirklich bewegt.

Kosten-Matrix: drei Wege zum Sales Funnel — Eigenbau, Freelancer, Agentur nach einmaligen Kosten, laufenden Kosten und Zeitaufwand

Welche drei Treiber bestimmen, was Ihr Funnel kostet?

Drei Faktoren erklären fast jede Preisdifferenz am Markt: der Umfang des Systems (eine Seite oder mehrere Stufen mit Qualifizierung und Automatisierung), die Seniorität der Umsetzenden (Baukasten-Template bis Spezialagentur mit Strategie, Copy und Design aus einer Hand) — und Ihr Eigenanteil, also wie viele Stunden Ihrer eigenen Arbeit im Projekt stecken. Wer Angebote vergleicht, ohne alle drei Treiber zu prüfen, vergleicht Äpfel mit Bauplänen.

Der Umfang ist der offensichtlichste Treiber: Jede zusätzliche Stufe — Value-Element, mehrstufiges Formular, E-Mail-Strecke, Terminbuchung — kostet Konzept, Text, Design und Technik. Die Seniorität ist der unsichtbarste: Zwischen einem 60-Euro- und einem 200-Euro-Stundensatz liegt selten schnelleres Klicken, sondern die Erfahrung, welche Qualifizierungsfrage B-Kunden aussiebt und welche Formulierung A-Kunden überzeugt.

Der dritte Treiber fehlt in fast jedem Angebotsvergleich: Ihre eigene Zeit. Jede Stunde, die Sie selbst texten, bauen und koordinieren, hat den Wert Ihrer Beraterstunde — dazu gleich mehr. Halten Sie diese drei Treiber im Kopf, wenn Sie jetzt die drei Wege durchrechnen.

Wie unterscheiden sich Funnel-Kosten von Website-Kosten?

Website und Funnel werden am Markt oft in einen Topf geworfen — die Preislogik ist aber eine andere. Professionelles Webdesign kostet in Deutschland je nach Typ 500–2.000 Euro für einen One-Pager und 2.500–8.000 Euro für eine mehrseitige Unternehmens-Website (firmencharisma.de, 2026). Eine Website beschreibt, wer Sie sind. Ein Funnel führt zu einer Entscheidung — und genau diese Führung ist der Kostenunterschied: Qualifizierungslogik, Verkaufstexte, Automatisierung und Terminbuchung kommen obendrauf.

Praktisch heißt das: Ein Funnel zum reinen Website-Preis ist fast immer nur eine hübsche Seite mit Kontaktformular. Umgekehrt ist eine teure Website ohne Führung kein Funnel, sondern eine Visitenkarte mit Baukosten. Vergleichen Sie deshalb nie Preise zwischen den Kategorien, sondern Leistungsumfänge innerhalb derselben — sonst gewinnt am Ende das falsche günstigste Angebot.

Die Stundensätze dahinter helfen bei der Einordnung: Freelance-Webdesigner liegen in Deutschland bei 60–80 Euro, Agenturen bei 100–250 Euro pro Stunde (davidkeiser.de/graphek.de, 2026). Ein 5.000-Euro-Projekt entspricht also — je nach Seniorität — zwischen 20 und 80 Arbeitsstunden. Fragen Sie im Zweifel nach der Stundenkalkulation hinter dem Festpreis; seriöse Anbieter legen sie offen.

Was kostet der Eigenbau wirklich?

Der Eigenbau kostet auf dem Papier am wenigsten: Funnel-Baukästen liegen zwischen 47 und 297 Euro monatlich, dazu kommen meist Template-, E-Mail- und Buchungstools. Die wahre Rechnung steht woanders — in Ihrer Arbeitszeit. Wer als Experte, Berater oder Coach 40 bis 60 Stunden in Konzept, Copy und Technik steckt, investiert zum eigenen Stundensatz gerechnet einen mittleren vierstelligen Betrag, bevor die erste Anfrage eintrifft.

Die Software-Rechnung

Die Tool-Kosten konkret: FunnelCockpit, der bekannteste deutsche Anbieter, kostet je nach Paket 47, 97 oder 297 Euro pro Monat (Herstellerangabe, funnelcockpit.com). Das US-Pendant ClickFunnels startet bei 97 US-Dollar monatlich (clickfunnels.com). Auf drei Jahre gerechnet stehen damit selbst im günstigsten Paket rund 1.700 Euro auf der Uhr — für die Miete des Werkzeugs, nicht für den Funnel selbst.

Die Zeit-Rechnung

Der unterschätzte Posten ist Ihre Zeit: Laut Freelancer-Kompass 2025 von freelancermap, der größten Erhebung im deutschsprachigen Raum, liegt der durchschnittliche Freelancer-Stundensatz bei 104 Euro. Wenn Ihre Beraterstunde ähnlich oder höher bepreist ist, kostet ein 50-Stunden-Eigenbau real über 5.000 Euro Opportunität — plus Abo. Diese Rechnung erscheint auf keiner Rechnung, aber in Ihrem Kalender.

Woher die 40 bis 60 Stunden kommen, unterschätzen die meisten: Konzept und Seitenstruktur, Verkaufstexte für jede Stufe, Formular- und Qualifizierungslogik, E-Mail-Strecke, technisches Setup, Tests auf dem Smartphone — und die Überarbeitungsrunden, wenn Version eins nicht konvertiert. Jeder dieser Posten ist einzeln klein. In Summe sind sie ein Arbeitsmonat neben dem Tagesgeschäft.

Dazu kommt eine Grenze, die kein Tool aufhebt: Der Baukasten liefert das Gerüst, nicht die Statik. Verkaufspsychologie, Qualifizierungslogik und Texte, die Premium-Kunden überzeugen, müssen Sie trotzdem selbst beherrschen — oder einkaufen. Ein Werkzeug ist kein System.

Unsere Haltung dazu: Der Eigenbau ist nicht falsch. Er lohnt sich vor allem am Anfang, wenn das Angebot noch reift, das Budget knapp ist und Lernen Teil der Rendite ist. Wer sein eigenes Verkaufsargument einmal selbst formulieren musste, briefed später jede Agentur besser.

Was kostet ein Freelancer?

Ein Freelancer liegt für einen schlanken Funnel typischerweise zwischen 500 und 8.000 Euro Projektpreis — auf Basis von Stundensätzen um 60–80 Euro für Webdesign (davidkeiser.de/graphek.de, 2026). Das ist oft der beste Mittelweg aus Preis und Professionalität: individueller als jeder Baukasten, schlanker als jede Agentur. Mit einer Einschränkung, die Sie vor der Beauftragung kennen sollten.

Die Einschränkung heißt Gewerke-Lücke: Ein Funnel ist mehr als Webdesign. Strategie, Verkaufstexte, Formular-Logik, E-Mail-Automatisierung und Tracking kaufen Sie beim Design-Freelancer meist nicht mit. Entweder Sie steuern diese Gewerke selbst — dann sind Sie zurück bei der Eigenzeit-Rechnung — oder Sie buchen Copywriter und Automatisierungs-Spezialisten einzeln dazu, zu denselben Marktstundensätzen.

Rechnen Sie das einmal durch: Design-Freelancer für die Seiten, Copywriter für die Texte, ein halber Tag Automatisierung — aus 2.500 Euro Webdesign werden schnell 5.000 bis 7.000 Euro Gesamtprojekt, verteilt auf drei Ansprechpartner. Der Preis ist fair; nur steht er selten so im ersten Angebot. Und die Koordination der Gewerke bleibt bei Ihnen — der Posten, der in Kalkulationen am zuverlässigsten vergessen wird.

Der Freelancer-Weg passt deshalb am besten, wenn Sie Strategie und Texte selbst beherrschen und nur die professionelle Umsetzung zukaufen — oder wenn Sie einen Generalisten finden, der nachweislich alle Gewerke abdeckt. Fragen Sie nach genau das: Referenzprojekte, bei denen Konzept, Copy und Technik aus einer Hand kamen.

Was kostet eine Agentur — und warum so viel?

Agentur-Funnels beginnen am Markt bei rund 2.900 Euro für schlanke Landingpage-Funnels; einzelne Anbieter starten mit einfachen Landingpages schon bei 990 Euro (neuzeitwerber.de, Anbieterangaben). Spezialisierte Funnel-Agenturen rufen für komplette Systeme 15.000 bis 20.000 Euro auf (ultrapress.de). Volle Marketing-Betreuung inklusive Kampagnen liegt im DACH-Raum bei 5.000–15.000 Euro monatlich (vogler.marketing, 2026). Der Aufpreis kauft Systemdenken: Strategie, Psychologie, Copy, Design, Technik und Testing aus einer Hand — und die Verantwortung dafür, dass die Teile zusammen funktionieren.

Warum die Spanne so weit auseinanderliegt, erklären die drei Preistreiber: Eine 2.900-Euro-Landingpage und ein 18.000-Euro-System unterscheiden sich nicht um den Faktor Schönheit, sondern um Qualifizierungsstrecke, Automatisierung, Testing und die Zahl der Senior-Stunden im Projekt. Deshalb ist die wichtigste Vergleichsfrage nicht „Was kostet es?", sondern „Was genau ist drin — und wer macht es?".

Projekt oder Retainer?

Die monatlichen 5.000–15.000 Euro aus den Marktübersichten beschreiben Vollbetreuung inklusive Kampagnen — ein Modell für Unternehmen, die dauerhaft Werbebudget steuern lassen. Für die meisten Personenmarken ist das der zweite Schritt, nicht der erste: Erst das System bauen (Projektpreis), dann bei Bedarf Betreuung dazunehmen. Misstrauen Sie Angeboten, die den Retainer vor dem Fundament verkaufen — das ist, als würden Sie einen Hausmeister einstellen, bevor das Haus steht.

Die versteckten Posten

Dazu gehört Ehrlichkeit über die Posten unter dem Strich: Setup-Gebühren von bis zu 3.000 Euro und Tool-Lizenzen von 200–500 Euro monatlich tauchen oft erst auf der ersten Rechnung auf (vogler.marketing). Auch Werbebudget ist nie im Projektpreis enthalten — ein Funnel verteilt Traffic, er erzeugt ihn nicht. Wer diese Posten vorab erfragt, erlebt keine Überraschung im Monat eins.

Drei Fragen vor jedem Vertragsschluss

Stellen Sie jeder Agentur drei Fragen: Erstens, was ist der Gesamtpreis bis zum Launch — inklusive aller Setup-Gebühren? Zweitens, welche laufenden Kosten entstehen ab Monat eins — Tools, Hosting, Betreuung? Drittens, wem gehören Design und Code am Ende — Ihnen oder dem Abo-System der Agentur? Die dritte Frage trennt seriöse Systemarchitekten von Vermietern.

Zur Einordnung der Zahlen: Alle Anbieterangaben in diesem Abschnitt sind als solche gekennzeichnet. Einstiegspreise sind tendenziell Lockangebote, Obergrenzen zugleich Ankerpreise — die Wahrheit Ihres Projekts liegt in dessen Umfang, nicht in fremden Preislisten.

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Welche laufenden Kosten kommen dazu?

Nach dem Launch kostet ein Funnel realistisch 30 bis 150 Euro pro Monat: Hosting, Domain und Wartung, dazu je nach Setup E-Mail- und Buchungstools. Für professionelle Wartung kalkulieren Marktübersichten 400–600 Euro jährlich (firmencharisma.de). Webflow-Hosting liegt offiziell bei 25 US-Dollar monatlich im Jahresabo für den CMS-fähigen Premium-Plan (webflow.com, Stand Mai 2026). Diese Posten sind planbar — entscheidend ist eine andere Frage: Mieten Sie Ihr Vertriebssystem, oder gehört es Ihnen?

Rechnen Sie die laufenden Posten einmal für Ihr Setup zusammen: Beim Baukasten-Weg ersetzt das Software-Abo (47–297 Euro) Hosting und einen Teil der Tools; beim eigenen System stehen Hosting um 25 US-Dollar plus die Werkzeuge, die Sie ohnehin nutzen. Bei Agentur-Setups sind es die erwähnten 200–500 Euro Tool-Lizenzen, die Sie vorab erfragen sollten. Keine dieser Zahlen entscheidet allein — aber zusammengerechnet über drei Jahre unterscheiden sich die Wege um mehrere tausend Euro.

Der strukturelle Unterschied liegt trotzdem nicht in der Höhe der Monatsrechnung, sondern im Besitz. Funnel-Baukästen sind Miete: Endet das Abo, endet der Funnel — mitsamt Seiten, Formularen und Automatisierungen. Ein exportierbares System dagegen bleibt Ihr Eigentum, unabhängig davon, mit wem Sie künftig arbeiten.

Wir haben uns bei Funnelarchitect deshalb für Webflow mit Export-Freiheit entschieden: Projekte übergeben wir in 2 bis 8 Wochen ohne Wartungsvertrag, Design und Code gehören danach Ihnen. Ein Vertriebssystem, das Sie monatlich mieten, ist eine Grundsatzentscheidung wie ein Büro zur Untermiete — treffen Sie sie bewusst, nicht per Voreinstellung.

Ab wann rechnet sich ein Sales Funnel?

Die Rechnung ist einfacher als die Preisspannen vermuten lassen: Teilen Sie die Investition durch Ihren durchschnittlichen Auftragswert. Bei einem Beratungsmandat von 5.000 Euro amortisiert ein 10.000-Euro-Funnel sich mit zwei gewonnenen Kunden; alles danach ist Rendite auf ein System, das durcharbeitet — nachts, im Urlaub und während Sie in Mandaten stecken.

Zwei Szenarien machen die Rechnung greifbar. Szenario eins: Ein Berater mit 3.000-Euro-Mandaten investiert 2.900 Euro in einen schlanken Landingpage-Funnel — ein einziger gewonnener Kunde stellt die schwarze Null her, jeder weitere zahlt auf das System ein. Szenario zwei: Eine Expertin mit 8.000-Euro-Projekten investiert 15.000 Euro in ein komplettes System mit Qualifizierung — zwei Kunden amortisieren, und die Qualifizierung spart zusätzlich jede Woche Gesprächszeit mit unpassenden Anfragen. In beiden Fällen ist die Investition kein Sprung ins Ungewisse, sondern eine Division.

Amortisations-Rechnung: Investition geteilt durch Auftragswert ergibt die Zahl der Kunden bis zur schwarzen Null — mit zwei Beispiel-Szenarien

Diese Logik dreht die Ausgangsfrage um: Nicht „Was kostet der Funnel?" ist entscheidend, sondern „Was kostet mich jeder Monat ohne funktionierende Qualifizierung?" Jeder Monat, in dem unpassende Anfragen Ihre Gesprächszeit füllen oder passende Interessenten still wieder abspringen, hat einen Preis — er steht nur auf keiner Rechnung. Ein Funnel ist kein Kostenpunkt mit Risiko, sondern ein Umsatzhebel mit Anlaufzeit.

Zur Anlaufzeit gehört Ehrlichkeit: Mit bezahltem Traffic liefert ein Funnel innerhalb von Tagen erste Daten, organisch sind drei bis sechs Monate realistisch. Wer die Investition plant, plant diese Strecke mit — und bewertet das System nach zwölf Monaten Gesamtrechnung, nicht nach Woche vier.

Warum wir selbst keine Pauschalpreise veröffentlichen: Der Projektumfang von Experten, Beratern & Coaches unterscheidet sich so stark, dass jede Pauschale unseriös wäre — für die eine Personenmarke reicht der schlanke Landingpage-Funnel, die andere braucht das komplette System mit Qualifizierung und Automatisierung. Statt Preisliste gibt es bei uns einen verbindlichen Projektpreis nach individuellem Audit. Das ist unbequemer als eine Zahl auf der Website — und ehrlicher.

Welche Fehler machen die Kostenfrage teuer?

Die teuersten Fehler bei der Funnel-Investition passieren nicht beim Bezahlen, sondern beim Vergleichen: Einstiegspreise werden für Endpreise gehalten, die eigene Zeit wird mit null bepreist, und gespart wird ausgerechnet an der Stelle, die verkauft. Wer diese vier Muster kennt, trifft die Entscheidung mit offenen Augen.

Fehler 1: Nur den Einstiegspreis vergleichen. „Ab 990 Euro" und „ab 2.900 Euro" beschreiben das kleinste denkbare Paket, nicht Ihr Projekt. Vergleichbar werden Angebote erst mit den drei Vertragsfragen — Gesamtpreis bis Launch, laufende Kosten, Eigentum. Ein Angebot, das diese drei Antworten schuldig bleibt, ist kein günstiges Angebot, sondern ein unvollständiges.

Fehler 2: Die eigene Zeit mit null bepreisen. Der Eigenbau wirkt nur deshalb konkurrenzlos günstig, weil der größte Posten unsichtbar ist. Wer die eigenen Stunden zum Marktsatz von rund 104 Euro (Freelancer-Kompass 2025) mitrechnet, stellt fest: Ab einem validierten Angebot ist Selbermachen häufig der teuerste Weg — er fühlt sich nur nicht so an.

Fehler 3: Werbebudget mit Projektpreis verwechseln. Ein Funnel verteilt Traffic, er erzeugt ihn nicht. Wer 5.000 Euro für das System einplant und null für Sichtbarkeit — ob Anzeigen, LinkedIn-Präsenz oder Inhalte —, hat eine perfekte Maschine ohne Treibstoff gekauft. Planen Sie beide Posten getrennt und von Anfang an.

Fehler 4: An der Copy sparen. Design lässt sich später verschönern, Technik nachrüsten — aber die Worte tragen die Konversion. Verkaufstexte sind das Gewerk, das im Freelancer-Weg am häufigsten fehlt und im Baukasten-Weg am häufigsten unterschätzt wird. Wenn Ihr Budget eine Priorität erzwingt: erst die Texte, dann die Kür.

Wie budgetieren Sie richtig? Der 5-Schritte-Plan

Ein tragfähiges Funnel-Budget entsteht in fünf Schritten — in dieser Reihenfolge, weil jeder Schritt den nächsten fundiert:

Prozess-Schaubild: der 5-Schritte-Budget-Plan vom Auftragswert bis zur Amortisationsrechnung
  1. Auftragswert klären: Was ist Ihnen ein gewonnener Kunde durchschnittlich wert? Diese Zahl ist Ihr Maßstab für jede Investitionsentscheidung.
  2. Eigenzeit bepreisen: Setzen Sie Ihren Stundensatz an (Marktreferenz: Ø 104 Euro laut Freelancer-Kompass 2025) und schätzen Sie ehrlich, wie viele Stunden Sie selbst beitragen können — und wollen.
  3. Weg wählen: Eigenbau, wenn Lernen Teil der Rendite ist. Freelancer, wenn Strategie und Copy bei Ihnen liegen. Agentur, wenn Sie ein komplettes System mit einer Verantwortung wollen.
  4. Gesamtkosten anfragen: Immer die drei Vertragsfragen stellen — Gesamtpreis bis Launch, laufende Kosten ab Monat eins, Eigentum an Design und Code.
  5. Amortisation rechnen: Investition geteilt durch Auftragswert = Zahl der Kunden bis zur schwarzen Null. Liegt sie im niedrigen einstelligen Bereich, ist die Frage nicht mehr ob, sondern wie.

Fazit: Kaufen Sie ein System, kein Preisschild

Die Kostenfrage hat 2026 eine ehrliche Antwort — sie ist nur keine einzelne Zahl. Zwischen 47 Euro Monatsabo und 20.000 Euro Systempreis liegen drei Wege mit unterschiedlicher Statik: Der Eigenbau zahlt mit Ihrer Zeit, der Freelancer mit Ihrer Koordination, die Agentur mit Ihrem Budget. Teuer wird es nur auf einem Weg zuverlässig: wenn die Rechnung ohne die versteckten Posten gemacht wird — Ihre Stunden, die Zusatzgewerke, die Abo-Fessel.

Den kompletten Überblick über Aufbau, Funnel-Typen und die häufigsten Fehler gibt Ihnen der große Sales-Funnel-Guide; ob sich Agentur oder Eigenbau für Sie rechnet, bekommt demnächst einen eigenen Artikel dieses Clusters.

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Aktualisiert am July 11, 2026

Häufige Fragen

Was kostet eine einzelne Landingpage?

Am Markt beginnen einfache Landingpages bei rund 990 Euro (Anbieterangabe neuzeitwerber.de), Freelancer-One-Pager liegen bei 500–2.000 Euro. Nach oben öffnet sich die Spanne mit Copywriting, A/B-Testing und individueller Entwicklung. Eine Landingpage ist allerdings nur ein Baustein — ein Funnel verbindet sie mit Qualifizierung, Automatisierung und Terminbuchung.

Ist ein Funnel-Baukasten nicht viel günstiger?

Auf der Rechnung ja: 47–297 Euro monatlich statt vierstelliger Projektpreise. Real zahlen Sie mit Ihrer Arbeitszeit — bei einem Beraterstundensatz um 104 Euro (Freelancer-Kompass 2025) kostet ein 50-Stunden-Eigenbau über 5.000 Euro Opportunität. Dazu kommt: Das Abo ist Miete, der Funnel gehört nie Ihnen.

Welche laufenden Kosten hat ein Sales Funnel?

Realistisch 30–150 Euro pro Monat für Hosting, Domain und Tools; professionelle Wartung liegt bei 400–600 Euro jährlich. Bei Baukasten-Systemen ersetzt das Software-Abo (47–297 Euro monatlich) einen Teil dieser Posten — dafür endet mit dem Abo auch der Funnel.

Ab wann lohnt sich eine Agentur statt Eigenbau?

Sobald Ihr Angebot validiert ist und Ihre Stunde mehr wert ist als die Differenz: Wer zum Beraterstundensatz von 100 Euro und mehr 50 Stunden selbst baut, hat den Agentur-Aufpreis bereits bezahlt — nur unsichtbar. Am Anfang, solange das Angebot reift, ist der Eigenbau dagegen oft die bessere Schule.

Warum nennt Funnelarchitect keine Preise?

Weil der Projektumfang bei Personenmarken zu unterschiedlich ist, als dass eine Pauschale seriös wäre. Statt Preislisten gibt es zwei ehrliche Wege: die System-Analyse im Konfigurator (unter 4 Minuten, ohne Pitch) und das kostenlose 45-Minuten-Strategiegespräch mit verbindlichem Projektpreis nach individuellem Audit.

Sarah Nisansala Brems
Gründerin von Funnelarchitect

Sarah Nisansala Brems ist Gründerin von Funnelarchitect — der Agentur im DACH-Raum, die sich zu 100 % auf Personenmarken spezialisiert hat. Sie verwandelt die Expertise von Coaches, Beratern und Experten in hochkonvertierende Funnels und exklusive Webflow-Webseiten.

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